Bewerben leicht gemacht – Ihre Rechte und Pflichten

Als normaler Bürger müssen Sie eine ganze Menge rechtlicher Dinge beachten. Egal ob Sie einen Verein gründen, oder nur kurz ihre Wohnung vermieten wollen.

Auch beim der Bewerbungungsrecht gibt es einige Klauseln, von denen Sie zumindest einmal gehört haben sollten.

Das Bewerbungsgespräch – Was sage ich und was nicht?

Wenn Sie es dann geschafft haben, ein erstes Vorstellungsgespräch zu vereinbaren, beginnt meist die erste Nervosität. Was ziehe ich an? Wie trete ich auf?

Und:  Welche Fragen werden mir gestellt ?

Im Grunde darf  immer davon ausgegangen werden, dass ihnen einige Routine – Fragen zur Person gestellt werden. Zum Beispiel:  Was sind ihre Stärken/ ihre Schwächen? Darüber hinaus kann es vorkommen, dass Sie plötzlich Angaben zu Hobbies oder Vereinsaktivitäten machen müssen.

Hier müssen Sie nicht antworten!

Der Arbeitgeber darf ihnen nur Fragen stellen, die sich auf ihre zukünftige Tätigkeit beziehen.

Wenn Sie also nach ihrem Vermögensstand oder ähnlichem gefragt werden, steht es dem Arbeitgeber nicht zu, das zu wissen.

Sie dürfen bei der Beantwortung von Fragen jedoch nie falsche Angaben machen. Sollten Sie nämlich eine Zusage zu einem Arbeitsverhältnis erhalten, kann der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung wegen arglistiger Täuschung auflösen. Dies darf er nicht, wenn sich die falschen Antworten auf Fragen beziehen, die den Tätigkeitsbereich verlassen.

Bei Fragen, die auf ihre Fähigkeiten für den neuen Job abzielen, müssen Sie ehrlich sein.

Herr Mustermann bewirbt sich für die Einstellung als Postbote und wird zum Vorstellungsgespräch geladen. Als er gefragt wird, ob er einen gültigen Führerschein besitzt, antwortet er mit Ja, obwohl das nicht der Fall ist.

Auch hier liegt Täuschung vor: Die Frage bezieht sich auf den neuen Tätigkeitsbereich, der Arbeitgeber darf die Frage somit stellen und notfalls das Arbeitsverhältnis auflösen.

Bewerben Sie sich deshalb für einen Job nur, wenn Sie die geforderten Fähigkeiten besitzen.

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Der Arbeitsvertrag: Auch mündlich gültig?
Arbeitsvertrag

 

 

 

Andreas Breitling www.pixabay.com

Nun dürfen Sie beginnen zu arbeiten, Sie haben einen Arbeitsvertrag.

Jedoch ist dieser mündlich abgeschlossen worden. Stehen Sie damit trotzdem bei ihrem Arbeitgeber unter Vertrag?

Es muss eine Einigung vorliegen, damit ein Vertrag  rechtlich gültig ist. Dies gilt auch für den mündlich abgeschlossenen Arbeitsvertrag.

Deshalb: Ja, er ist auch mündlich abgeschlossen gültig (nur bei einer Einigung).

Beachten Sie aber, dass ein mündlich abgeschlossener Arbeitsvertrag meist nur die Einwilligung zum Arbeitsverhältnis und dessen Beginn umfasst.

Sollte es daher zum Streit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer kommen, kann ein mündlich abgeschlossener Arbeitsvertrag nicht als Beweis dienen.

Arbeitsverträge verfasst man daher lieber schriftlich!

Ein guter Arbeitsvertrag sollte folgende Punkte beinhalten:

  • (Der wichtigste Satz:) Frau/Herr … wird als … eingestellt
  • Arbeitszeit
  • Arbeitsvergütung
  • Beginn des Arbeitsverhältnisses
  • Kündigungsvereinbarung (Wie hat die Kündigung zu erfolgen?)
  • Urlaubsdauer
  • Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld
  • Hierarchie im Betrieb: In welcher Position wird der/die zukünftige Mitarbeiter/in arbeiten?

Wenn zumindest die wichtigsten Punkte in ihrem persönlichen Arbeitsvertrag fehlen, sollten Sie unbedingt mit dem Arbeitgeber reden oder einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen.

Die Stellensuche: Werde ich dafür bezahlt?

Es kann durchaus vorkommen, dass Sie einen Job haben, sich aber für einen neuen Job bewerben. Kommt es nun zum Vorstellungsgespräch, welches zumeist in der Arbeitszeit liegt, ist die Frage, wer für die Kosten aufkommt. Immerhin können Sie in dieser Zeit nicht arbeiten.

Sie dürfen darauf bestehen, für den Zeitraum der Vorstellung freigestellt zu werden und weiterhin Lohn zu empfangen. Dies gilt aber nur, wenn ein festes Arbeitsverhältnis vorliegt. Dabei wird ihnen nur der Lohn gezahlt, die Kosten für Anfahrt, etc. müssen Sie tragen.

Falls ihr alter Arbeitgeber Sie dazu aufgefordert hat, das Vorstellungsgespräch zu besuchen, muss er die restlichen Kosten für Anfahrt, etc. bezahlen. Er muss selbst dann der Kostenerstattung einwilligen, wenn das Bewerbungsgespräch nicht in einem neuen Job endet.

Aber Achtung: Sobald ihr jetziger Arbeitgeber der Kostenerstattung schon von Anfang an nicht einwilligt, sind die Kosten von ihnen zu tragen.

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