Arbeitszeugnis selber schreiben – Geniale 1:1 Anleitung [+ Vorlage]

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Arbeitszeugnis selber schreiben – eigentlich das beste, ihnen als  Arbeitnehmer passieren kann.

Doch Achtung: Wenn 52% aller Bewerber nur wegen einem schlechten Zeugnis bei den Unternehmen durchfallen, müssen Sie genau wissen, wie Sie ihr Zeugnis selber sehr gut schreiben.

Damit ihr Zeugnis so überzeugend wie möglich wird, finden Sie hier eine Anleitung mit den besten Tipps inklusive professioneller Vorlage.

Was ist das Arbeitszeugnis?

In einem Arbeitszeugnis wird bestätigt, dass Sie früher in einem Unternehmen tätig waren. Außerdem beschreibt es ihre früheren Aufgaben und wertet ihre Tätigkeiten. Arbeitszeugnisse folgen meist einem bestimmten Aufbau, den Sie beim Selber-Schreiben unbedingt beachten sollten. Meist wird das Zeugnis neben Lebenslauf und Anschreiben der Bewerbung beigelegt, wird des Öfteren aber auch nachgereicht.

Außerdem wird zwischem dem einfachen und dem qualifizierten Zeugnis unterschieden.

Wann erhalten Sie es und wozu ist es gut?

Sobald Sie das Unternehmen, in dem Sie arbeiten, verlassen, bekommen Sie ein Arbeitszeugnis. Sie bekommen es auch, wenn ihnen gekündigt wird. Zumeist wird dieses von ihrem Vorgesetzten geschrieben, da dieser Sie während der Arbeit erlebt hat. Damit bewertet er ihre Arbeit in seinem Unternehmen. Viele Arbeitgeber wollen auch einen Blick in das Arbeitszeugnis werfen, um Sie als Bewerber besser einschätzen zu können.

Ein Arbeitszeugnis kann ihnen also durchaus helfen, sich bei ihrem neuen Arbeitgeber Eindruck zu verschaffen.

Zeugnis selber schreiben – Ist das rechtlich erlaubt?

Ja, mit der ausdrücklichen Einverständnis ihres Arbeitgebers ist es erlaubt, das Zeugnis selber zu schreiben. Wichtig ist nur, dass es der Wahrheitspflicht unterliegt.

Soll ich mein Zeugnis also selber schreiben?

Ja! Wenn Sie diese Möglichkeit bekommen, sollten Sie diese nutzen.

Diese Vorteile bekommen Sie durch das Selber-Schreiben

Klar ist: Sie selbst wissen am besten, wie gut Sie arbeiten.

Ob Sie mehr dazu neigen, von ihren eigentlichen Zielen abzukommen oder sehr ehrgeizig an einem Ziel festhalten können.

Und genau das ist der erste Vorteil: Sie selbst bestimmen, was in das Zeugnis kommt. Wichtig ist, dass Sie dabei ehrlich zu sich selbst sind.

Was war wirklich gut? Was hat mein Chef besonders gelobt?

Der zweite Vorteil ist sogar noch besser:

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in einem großen Konzern. Der für ihr Zeugnis Zuständige hat Besseres zu tun als ihnen ihr Zeugnis zu schreiben.

Denn schließlich werden Sie das Unternehmen bald verlassen. Wozu also die Mühe? Er/Sie wird also ein standarisiertes Zeugnis verfassen – mit den klassischen Textbausteinen.

Damit fallen Sie zumindest nicht negativ auf – positiv aber eher weniger.

Wenn Sie ihr Arbeitszeugnis selbst verfassen, können Sie ihren Schreibstil, etc. einbringen und sind gleich viel freier.

Und das macht sich positiv bemerkbar.

Dieses Video gibt ihnen wichtige Tipps:


So schreiben Sie ihr Zeugnis –  Die Anleitung

Schritt 1: Machen Sie einen Entwurf vor dem Schreiben

Ganz egal, ob Sie eher strukturiert oder mehr „kreativ “ denken: Beim Schreiben ihres Zeugnisses ist der Aufbau am Wichtigsten.

Viele Bewerber freuen sich so darüber, dass Sie ihr Zeugnis selbst schreiben dürfen, dass Sie einfach losschreiben.

Einfach so. Ohne Plan.

Ein großer Fehler, der viele Zeugnisse schlecht erscheinen lässt – obwohl sie es inhaltlich vielleicht nicht sind.

Wenn Sie diesen Fehler vermeiden wollen, dann machen Sie am besten einen Entwurf eines Skriptes von ihrer Vergangenheit:

Was haben Sie in der Firma gut gemacht? Was waren ihre Aufgabengebiete? Damit können Sie strukturieren.

So haben Sie eine wesentlich bessere Grundlage. Denn mit einem Entwurf können Sie einfach losschreiben.

Und dabei ein hervorragendes Zeugnis erhalten.

Schritt 2: Planen und beachten Sie den Aufbau

Nachdem Sie nun einen Entwurf mit allen Daten haben, ist es wichtig, dass Sie den standarisierten Aufbau eines Arbeitszeugnisses beachten.

Dieser sieht folgendermaßen aus:

Einleitung:

  • Name Arbeitgeber/ Arbeitnehmer
  • Adresse Arbeitgeber/ Arbeitnehmer
  • Ausstellungsdatum

Hauptteil:

  • Dauer der Beschäftigung
  • Art der Beschäftigung
  • Beschreibung der Leistungen des Arbeitnehmers

Schlussteil:

  • Unterschrift Arbeitgeber/ Arbeitnehmer

Die Unterschrift des ehemaligen Arbeitgebers sollte nicht fehlen, sonst könnten Sie sich als perfekten Arbeitnehmer darstellen. Durch seine Unterschrift bestätigt der Arbeitgeber, dass er mit dem Inhalt einverstanden ist.

Bitte tappen Sie nicht die Falle, alle geforderten Daten akribisch niederzuschreiben. Darauf kommt es nicht an. Damit hätten Sie bei einer Firma keine Chance.

Viel zu viele scheitern beim Schreiben mehr an den Formulierungen als am korrekten Aufbau. Sie auch?

Schritt 3: Benutzen Sie die richtigen Formulierungen beim Schreiben

„Unser Mitarbeiter war immer stets freundlich und erledigte alle Aufgaben pflichtgemäß“

Eine schlechterer Satz kann in ihrem Arbeitszeugnis kaum stehen. Das ist ein vielfältig interpretierbarer Satz. Was heißt denn „immer stets freundlich“ ?

Das heißt, dass der Arbeitnehmer einfache Dinge wie „Hallo“ und „Tschüs“ beherrscht.

Toll. So einen Mitarbeiter würde ich sofort einstellen.

Nein.

„Er erledigte alle Aufgaben pflichtgemäß“ – Mehr aber auch nicht.

Hier ein besseres Beispiel

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Gute Formulierungen für das Arbeitszeugnis (Eigenes Bild)

Von 11 auf 41 Wörter!

Lohnt sich nicht? Oh doch! Denn dieses Beispiel verschafft dem Personaler oder Arbeitgeber gleich ein ganz anderes Bild des Bewerbers.

Wenn Sie ein Arbeitszeugnis selber schreiben, können ihnen solch einfache Dinge den Eintritt ins nächste Unternehmen vermasseln. Die meisten Arbeitgeber kennen Sich nämlich damit aus.

Vermeiden Sie deshalb sehr gängige Formulierungen wie diese:

  • Er stand uns mit Rat und Tat zur Seite
  • Sie erledigte ihre Aufgaben pflichtgemäß
  • Pünktlichkeit war für ihn selten ein Problem
  • Herr Mustermann scheidet auf eigenen Wunsch aus unserem Unternehmen aus (das sagt nicht gerade Gutes über das Unternehmen)
  • Er war bemüht, unsere Anforderungen zu erfüllen
  • Ein der Anforderungen entsprechendes Fachwissen war vorhanden
  • Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit
Schritt 4: Zeugnis immer gegenlesen lassen

Laut einer aktuellen Studie scheitern 52% aller Bewerbungen allein am Arbeitszeugnis.

Sicher können Sie sich vorstellen, warum dies so ist. Falsche, zu perfekte Formulierungen, grobe Formfehler und auch Rechtschreibfehler sind nicht gerade erwünscht.

Wenn Sie ihr Arbeitszeugnis schreiben, lesen Sie es bestimmt mehr als nur ein- bis zwei Mal durch. Schließlich wollen Sie ein fehlerfreies Dokument. Doch auch in diesem Fall täuscht uns das Gehirn und lässt uns Fehler nach mehrmaligem Lesen nicht mehr erkennen.

Das gegenseitige Prüfen ihres Arbeitszeugnisses hilft oftmals dabei, noch kleine, aber „gefährliche“ Fehler zu finden. Auf dieser Seite finden Sie eine Vorlage für ein Arbeitszeugnis im sehr guten Bereich, das keine Fehler enthält.

 

Doch ein Arbeitszeugnis selber schreiben zu dürfen ist auch ein großer Aufwand. Viele fragen sich, ob sie das überhaupt können. Denn schließlich dürfen keine Rechtschreib – oder Grammatikfehler darin sein.

Auch darf es nicht zu selbstlobend erscheinen.

Die Lösung lautet daher: Der Rechtsanwalt.

Wie gut ist das?

Tatsächlich kann ihnen der Rechtsanwalt ein rechtlich absolut sicheres Zeugnis erstellen. Auch können Sie dann sichergehen, dass z.B. die Form stimmt.

Doch kann ihr Rechtsanwalt ihre Arbeit beurteilen? Genau das ist der Punkt: Entweder ihr Arbeitgeber oder Sie – sonst weiß niemand genau, wie gut Sie arbeiten.

Deshalb: Schreiben Sie ihr Zeugnis immer selbst!

Wenn es geht – immer.

Doch Sie können den Rechtsanwalt trotzdem nutzen. Schicken Sie einfach ihr fertiges Zeugnis an ihn und lassen es korrekturlesen.

Das wird auch Kosten sparen – ohne die Qualität zu vernachlässigen!

Das perfekte Zeugnis schreiben – ein gutes Ziel?

So. Sie dürfen ihr Arbeitszeugnis jetzt selber schreiben. Herzlichen Glückwunsch. Da wollen Sie doch gleich beeindrucken.

Ein möglichst tolles Zeugnis schreiben. Perfekt wirken.

Achtung: Es gibt kein perfektes Zeugnis! Wenn Sie ihr Zeugnis schreiben, dürfen Sie sich keiner Norm anpassen.

Das bedeutete nämlich ihr Wunsch nach Perfektion. Wollen Sie überzeugen, müssen Sie einfach schreiben. Mehr nicht.

Das Wichtigste dieses Artikels ist in dieser Infografik zusammengefasst:

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Arbeitszeugnis selber schreiben – Lohnt sich das noch?

Diese Frage ist durchaus berechtigt. Unsere Wirtschaft wird zunehmend digitalisiert, es ist bereits möglich, sich etwa digital zu bewerben.

In den heutigen Zeiten kann sich jeder Mensch so präsentieren, wie er möchte. Hinter Social Accounts stecken oft ganz andere Personen, als sie vorgeben zu sein.

Auch die Arbeitgeber wissen das: In vielen Vorstellungsgesprächen werden Sie nicht nach Zeugnissen gefragt. Im Gegenteil: Was zählen ihre damaligen Leistungen, wenn Sie diese jetzt nicht mehr erbringen können? Für viele Arbeitgeber muss sich der Bewerber/Mitarbeiter erst beweisen.

Arbeitszeugnis selber schreiben – in diesem Fall eine sehr gute Idee!

Es ist etwas, das ihre Arbeit bescheinigt. Sie haben somit einen offiziellen Beweis für ihre Arbeit. Des weiteren kann der Arbeitgeber Sie sehr gut einschätzen: Klar, die Gegenwart zählt, doch Sie wählen als Arbeitgeber doch lieber einen qualifizierten Bewerber als einen unerfahrenen, schlechten?

Oder doch nicht?

Im Grunde genommen ist es eine „Gratwanderung“: Sie können sich darstellen, wie Sie wollen. Die Frage ist, ob Sie dies dann beim persönlichen Treffen unter Beweis stellen können.

Deshalb:

Wenn Sie ehrlich sind (und alle obigen Tipps zum Verfassen beachten) stellt es einen großen Vorteil für beide Parteien dar.

 

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